
Über den Status eines „ornithologischen Geheimtipps“ ist Ghana mittlerweile schon fast hinausgewachsen,
und das nicht ohne Grund. Das Land eignet sich aufgrund seiner politischen Stabilität, der relativ guten
Infrastruktur, der Sicherheitslage und einer reichen Kultur und Geschichte als zwar exotisches,
aber unkompliziertes Reiseziel.
In naturkundlicher Hinsicht lassen sich viele westafrikanischen Besonderheiten, nicht zuletzt das der
sog. „Upper Guinea Forest Zone“ zugerechnete Artenspektrum, nirgendwo sonst vergleichbar leicht beobachten.
Gerade der ornithologische Tourismus hat schon begonnen, sich in Ghana zu etablieren – mit kenntnisreichen
Führern, relativ gut gelegenen Unterkünften etc. Auf relativ engem Raum bieten gut zugängliche Regenwaldreste,
die etwas trocknere Waldsavanne („Guinea savanna“) sowie der Küstenbereich eine bemerkenswerte Artenvielfalt,
wobei besonders die eigentümliche Gelbkopf-Stelzenkrähe (white-headed picathartes) und der Krokodilwächter
herausstechen, aber ebenso eine aufregende Palette an Greif- und Hornvogelarten sowie an Bienenfressern,
Kuckucken, Racken, Eis-, Bart- und Nektarvögeln. Unter Anleitung eines sehr erfahrenen und hochmotivierten
ghanaischen Ornithologen bereisen wir zwei Wochen lang sowohl die Wald- als auch die Savannengebiete Ghanas.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Mittags Abflug ab Frankfurt und Ankunft gegen 20:00 Uhr in Accra, der lebendigen Hauptstadt Ghanas.
Transfer zum Hotel in Accra. Bezug der Zimmer und Abendessen im Hotel.
- 2. Tag
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Fahrt über die Shai Hills in den Kakum Nationalpark
Morgens besuchen wir die Shai Hills nahe Accra, ein Schutzgebiet in der Waldsavanne, wo wir hoffen,
auf Arten wie Sperberbussard, Mohrenkopfpapagei, Schildturako und Blaubauchracke zu treffen.
Nachmittags Fahrt nach Westen mit Zwischenhalten (u.a. verschiedene Reiherarten, Witwenenten,
Graufalke, Gleitaar, Blaustirnblatthühnchen, Schillereisvogel, evtl. Binsenralle) an den Rand
des Kakum Nationalparks, Ankunft gegen Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit Suche nach dem
Guinea-Uhu (Fraser's eagle owl) in der Nähe des Hotels.
- 3. + 4. Tag
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Kakum Nationalpark
Der Kakum-NP birgt in seinem Regenwald den einzigen Wipfelpfad Afrikas („canopy walkway“) und
eine Vielzahl aufregender Beobachtungschancen – u.a. auf Schwarzachsel- und Kongo-Schlangenadler,
Langschwanzhabicht, Blaurücken- und Riesenturako, Blaukehlroller, Schwarzhelm-, Braunwangen-,
Goldhelm- und Weißschopfhornvogel, Purpur- und Rosenspint, verschiedene Bart-, Kuckucks-, Weber-
und Nektarvogelarten sowie an Säugern (mit Glück) Monameerkatze und Potto. Wir nutzen die zwei
vollen Tage, um sowohl den Wipfelpfad als auch verschiedene andere Pfade im und um den Kakum zu
erkunden. Auf dem Hotelgelände finden sich große Kolonien von Orange- und Dorfweber, und es
bestehen gute Fotografiermöglichkeiten z.B. für den Senegalliest.
- 5. Tag
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Ankasa Forest
Nach einer weiteren Morgenexkursion am Rand des Kakum brechen wir in den regenreicheren Westen,
zum Ankasa Forest an der Grenze zur Elfenbeinküste auf, dem reichhaltigsten und best erhaltenen
Regenwaldkomplex Ghanas. Dort hoffen wir, u.a. Hartlaubente, Schieferdommel, Palmgeier,
Rotflankenbreitrachen, Schmalschnabeluhu (Akun eagle owl), Rotrückenfischeule, Weißbauchzwergfischer,
Braunrückenliest und weitere Spezialitäten des geschlossenen Regenwaldes aufzuspüren.
- 6. Tag
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Ankasa Forest, Cape Coast
Bis zum Mittag setzen wir unseren Besuch in Ankasa fort, bevor wir zurück nach Osten bis Cape
Coast fahren, als Ausgangspunkt für die weitere Reise in den Norden des Landes.
- 7. Tag
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Aboabo, Bonkro Forest
Nach einer Morgenexkursion in Aboabo am Nordrand des Kakum fahren wir – mit Unterwegshalten
(u.a. Chance auf Halsbandbrachschwalbe, Rotwangenschwalbe und Mohrenweber) – zum Bonkro Forest
bei New Edubiase, um eine der begehrtesten Vogelarten unserer Tour zu Gesicht zu bekommen: die
Gelbkopf-Stelzenkrähe. In einem von der Bergbaugesellschaft Ashanti unterstützten dörflichen
Schutzgebiet findet sich – mitten in einem ringsum vom Holzeinschlag bedrängten Wald – eine
kleine Kolonie dieser seltsamen Vögel an einem felsigen, mit Höhlen durchsetzten Hügel.
Hierzu bedarf es eines 45-minütigen, nicht unbeschwerlichen Aufstieges am Nachmittag sowie
einer Portion Geduld, bis sich die Stelzenkrähen hoffentlich, ihrem regulären Rhythmus folgend,
gegen 17 Uhr an ihren Brutplätzen einfinden. Anschließend Fahrt nach Kumasi, der zweitgrößten
Stadt Ghanas.
- 8. Tag
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Kumasi, Mole Nationalpark
Von Kumasi brechen wir zu einer langen Fahrt in den Mole Nationalpark auf. Während der Fahrt
vollzieht sich der Übergang von der Waldzone in die Guineasavanne, und das Artenspektrum ändert
sich: neue Arten wie Graubürzel-Singhabicht, Doppelspornfrankolin, Zimtroller, Rotkehlspint und
Blutbrustbartvogel können mit Glück von der Straße aus beobachtet werden.
- 9. + 10. Tag
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Mole Nationalpark
Der im Übergang zwischen Guinea- und Sudansavanne gelegene Mole NP bietet eine neue Artenpalette:
an Säugern bestehen u.a. gute Beobachtungschancen auf Elefant, Pferdeantilope und Warzenschwein.
An Vogelarten kommen u.a. Heuschreckenbussard, Senegaltriel, Fischeule, Strichel- und Senegalracke,
Schwalbenschwanz-, Rotkehl- und Weißkehlspint, Goldscheitel- und Brillenwürger, Weißstirn-Rußschmätzer,
Sprenkelbaumläufer und Pirolsänger vor und gelangen (hoffentlich!) auch zum Anblick.
- 11. Tag
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Bolgatanga
Von Mole aus fahren wir mit Zwischenhalten (Chance auf Fuchsfalke) weiter nordwärts nach Bolgatanga.
Hier bestimmt die sog. „Sudansavanne“ mit Akazien und Baobabs das Landschaftsbild. Unweit von Bolgatanga
suchen wir am sandigen Flussufer eine weitere westafrikanische Spezialität, den Krokodilwächter.
- 12. + 13. Tag
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Rückfahrt in Richtung Kumasi
Die Rückfahrt Richtung Kumasi wird wegen der langen Strecke in 2 Tagesetappen unterteilt, um genug
Zeit für Beobachtungen unterwegs zu haben. An Arten können u.a. Rotkopfmerlin, Sudanhornrabe, Karminspint,
Guineameise und Langschwanzglanzstar erwartet werden.
- 14. Tag
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Bobiri Reserve, Atiwa
Den Morgen verbringen wir im Bobiri Reserve, einem kleinen Gemeindereservat („community forest“), das
wegen seiner Vielfalt an Schmetterlingen berühmt ist. Hier, in der Übergangszone zur Guineasavanne,
lassen sich u.a. aber auch Höhlenweihe, Hartlaub- und Zwergtoko, Narinatrogon, Azurraupenfänger sowie
Kletter- und Dreifarbweber beobachten. Anschließend brechen wir auf nach Atiwa, einem mit rd. 800 m
deutlich höher gelegenen Waldgebiet, in dem u.a. Saphirspint (blue-headed bee-eater), Blaukopftaube,
Gelbkehlkuckuck, Rotbauchspecht, Vielfarbwürger und Weißschwanz-Fuchsdrossel als neue Arten vorkommen.
- 15. Tag
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Atiwa, Accra, Rückflug
Nach einer Morgenexkursion in Atiwa geht es zurück nach Accra, wo wir am Nachmittag eintreffen.
Abends Heimflug.
- 16. Tag
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Ankunft
Ankunft in Frankfurt am frühen Morgen.