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Frühling in Nordost-Griechenland
Wandern zwischen Nestos und Rhodopen

Naturreisen Griechenland: Nestos Tal Der kaum bekannte Nordosten Griechenlands, die Heimat des Orpheus, überrascht den Besucher mit der größten biologischen Vielfalt Europas. Fast zwei Drittel aller Pflanzen- und Tierarten unseres Kontinents kann man in dieser Region entdecken.
Sie präsentiert sich mal typisch mediterran, mal fühlt man sich an einen Steppensee in der Puszta versetzt, mal glaubt man durch den Nordschwarzwald zu wandern, mal wird man an Südskandinavien erinnert.
Die Rhodopen, ein Mittelgebirge, dessen behäbige Bergrücken und einsame Hochflächen an manchen Stellen terrassenförmig in schluchtartige Täler mit tosenden Wasserfällen abstürzen, an anderer Stelle eher sanft in einen Gebirgskessel übergehen oder eine Ebene umfassen, prägen die Landschaft am Nordrand der Ägäis. Der griechische Teil ist heute fast menschenleer.
Im Strimon-Tal, im Nestos-Delta und in der thrakischen Ebene breiten sich Feuchtgebiete unterschiedlichen Charakters aus. Da gibt es Lagunen mit Brackwasser, Strandseen mit vegetationsarmen Ufern, flache Seen mit breiten Röhrichtgürteln und amphibische Lebensräume.
Preis pro Person
Doppelzimmer1.070,00 €
EZ-Zuschlag140,00 €
Weitere Reiseinfos
Reiseprogramm als PDF
Termine
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
  • Sammeltransfer Thessaloniki-Akritochori
  • Fahrten mit Linienbus, Bahn oder Taxi laut Programmbeschreibung
  • 14 Ü im DZ/EZ in Pension/Hotel
  • Frühstück
  • Reiseleitung
  • Eintrittsgebühren
Teilnehmerzahl
6 - 12 Personen
Reiseleitung
Hartwig Walletschek
Anreise
Eigene An- und Abreise. Bahn- bzw. Fluganreise nach Thessaloniki werden von DR. KOCH Reisen zu günstigen Tarifen vermittelt.
Hinweise
• Eigene An- und Abreise.
• Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


Naturreisen Griechenland: Wanderweg
1. Tag

Anreise

Eigene Anreise nach Thessaloniki. Treffen mit dem Reiseleiter und Sammeltransfer zum erst Quartierort, dem kleinen Dorf Akritochori, das oberhalb des Kerkini-Sees liegt (3 Ü).

2.-3. Tag

Kerkini-See

Im Reich von Pelikan und Wasserbüffel
Im Frühjahr erklingt im Exkursionsgebiet ein vielstimmiges Vogel- und Froschkonzert, das u.a. von Drosselrohr- und Seidensänger, Nachtigall, Blass-Spötter, Kappenammer, Wiedehopf, Laub- und Seefrosch intoniert wird. Am Seeufer und auf überfluteten Wiesen suchen Reiher, Löffler, Störche, Braune Sichler und verschiedene Watvögel nach Nahrung. Am Fuß des von Eichen- und Buchenwäldern bedeckten Beles-Gebirges (bis 2000 m) säumen bunte Frühlingsblumen den von Kermeseiche und Christusdorn dominierten Buschwald.

Ganztägige Wanderung zum Nordostufer des Kerkini-Sees
Durch Buschwald am Fuß des Beles-Gebirges nach Omalon. Durch Felder und Auwaldreste zum Mündungsdelta des Strimon mit überflutetem Auwald und offenen Flachwasserzonen. Durch Auwaldreste und Felder nach Akritochori.
Strecke ca. 15 km, Höhenunterschied ca. 100 m.

Bootsfahrt und Wanderung am Nordufer des Kerkini-Sees
Per Taxi nach Mandraki (4 km). Mit einen Motorboot zum überfluteten Auwald im Mündungsdelta des Strimon zu den Brutkolonien von Pelikan, Kormoran, Löffler und verschiedenen Reiherarten. Anschließend Wanderung entlang dem Nordufer des Sees.
Strecke ca. 6 km. Per Taxi zurück nach Akritochori.

4. Tag

Akritochori - Dadia

Per Bahn und Taxi nach Dadia nahe der türkischen Grenze (2 Ü).

5.-6. Tag

Greifvogelschutzgebiet von Dadia

Im Reich von Adler, Geier und Falke
Die teils sanfte, teils schroffe Berglandschaft (bis 650 m hoch) des Greifvogelschutzgebiets bedeckt ein Mosaik aus Busch-, Weide- und Ackerland, Eichen- und Kiefernwäldern mit Baumheide, Blumenesche, Hopfen- und Orientalischer Hainbuch als Beimischung.
Das Gebiet ist reich an Insekten, Reptilien und Amphibien, was neben den Greifvögeln auch Schwarzstorch, verschiedenen Würgerarten und Bienenfressern zugute kommt.

Ganztägige Wanderung zu Greifvogelbeobachtungspunkten
Durch lichten Kiefernwald zur Greifvogel-Beobachtungsstation, von dort zum Gipfel des Gibrena (450 m) mit herrlichem Blick über das Greifvogelschutzgebiet und durch Bergwiesen, Kiefern- und Eichenwälder mit Blick in ein Schluchttal zurück nach Dadia.
Streckenlänge ca. 16 km, Höhenunterschied ca. 350 m.

Ganztägige Wanderung zu den Bachtälern und Höhenrücken nordwestlich von Dadia
Durch Kiefernwald und Felder in die Bachaue. Über einen Höhenrücken mit Eichen- und Kiefernwald wieder zur Bachaue und nach Dadia.
Strecke ca. 14 km, Höhenunterschied ca. 250 m.

7. Tag

Dadia - Stavroupoli

Per Taxi und Bahn fahren wir zu unserem nächsten Quartierort Stavroupoli am Nestos (8 Ü).

8.-14. Tag

Rhodopen-Nationalpark, Nestos-Tal, Thrakische Seen

Im Reich von Bär, Wolf und Flamingo
Den Rhodopen-Nationalpark prägen klotzige Bergmassive (bis 2000 m hoch) mit kuppigen Hochflächen. Unter dem vielschichtigen Blätterdach der weitläufigen Laub- und Nadelmischwälder lässt es sich trefflich wandern. Die Vielfalt der Laub- und Nadelbaumarten sorgt für ein abwechslungsreiches Waldbild. Die bunte Blütenpracht der Bergwiesen, Lichtungen und Waldränder erfreut das Auge.
Ins Kalkgestein des Lekani-Gebirges hat der Nestos ein stark mäandrierendes Schluchttal gefräst. An den steilen Hängen wachsen Kermeseichen, Steinlinden, wilde Oliven-, Erdbeer-, Judas-, Feigen- und Zürgelbäume. Das Flussufer säumen Schwarz- und Silberpappeln, Silberweiden, Schwarzerlen und Platanen. Es gibt viele Orchideen, Lilien- und Nelkengewächse zu entdecken. Das Siedlungsgebiet der Muslime charakterisieren verschachtelte Terrassenfelder, schüttere Bestände stark beschnittener Eichen, große Ziegenherden und schlanke Minarette.
Die flache Vistonida-See und die angrenzende Meersbucht bieten Flamingo, Brandgans, Säbelschnäbler und Stelzenläufer eine Heimstatt.

Halbtägige Wanderung durch die Kulturlandschaft um Stavroupoli
Nach einem Rundgang durch das Dorf Stavroupoli Wanderung über von Buschwald eingerahmte, terrassierte Wiesen mit Orchideen in ein Trockental mit Bienenfresserkolonie, von dort durch die Nestosaue zurück.
Streckenlänge ca. 9 km.

Ganztägige Wanderung in das Siedlungsgebiet der Muslime
Per Linienbus nach Likodromio (ca. 14 km). Durch Balkaneichenwälder hinauf zu einem alten Mulipfad und vorbei an mächtigen Esskastanien zum Siedlungsgebiet der Muslime mit Terrassenfeldern und Schneitelbäumen. Durch Balkaneichenwälder zurück nach Likodromio (unterwegs schöne Ausblicke). Per Linienbus nach Stavroupoli.

Ganztägige Wanderung durch ein Trockental und den Südteil der Nestos-Schlucht
Per Kleinbus nach Kromniko (ca. 15 km). Von dem verlassenen Bergdorf in einem Trockental durch Buschwald mit alten Kermeseichen hinunter in die Nestos-Schlucht. Durch Auwald und mediterrane Felsenvegetation nach Toxote.
Strecke ca. 16 km, ca. 400 m ab- und 100 m aufwärts. Per Bahn nach Stavroupoli (ca. 25 km).

Ganztägige Exkursion auf die Hochfäche von Livaditis und die Schluchtäler am Erimantos
Per Kleinbus zum Fuß des Erimanthos (ca. 35 km). Durch Laubmischwald hinunter zum großen Wasserfall (31 m hoch). Durch zwei üppig bewaldete Schluchttäler hinauf zur Hochebene von Livaditis (ca. 1250 m).
Strecke ca. 12 km, Höhenunterschied ca. 500 m. Per Kleinbus nach Stavroupoli (ca. 28 km, unterwegs herrliche Ausblicke auf Nestostal und Zentralrodopen).

Ganztägige Exkursion zum Urwaldreservat am Koula
Per Kleinbus zur Forststation Chaidou (ca. 40 km). Durch Bergmischwald zum Urwaldreservat. Durch Bergmischwald und Almwiesen nach Chaidou.
Strecke ca. 22 km, Höhenunterschied ca. 350 m.

Ganztägige Exkursion zur Bucht von Porto Lagos
Per Taxi und Linienbus nach Porto Lagos (52 km). Durch Ödland zum Südufer des Vistonida-Sees. Am Ufer entlang und zwischen den Strandseen nach Porto Lagos.
Strecke ca. 14 km.

Besuch der Altstadt und der Markthallen von Xanthi
Per Linienbus nach Xanthi (27 km) und zurück.

15. Tag

Rückreise

Bahnfahrt von Stavroupoli nach Thessaloniki. Individuelle Heimreise.