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Dr.Koch Reisen
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Frühling in Nordost-Griechenland (Wandertour)
Zwischen Nestos und Rhodopen

Der kaum bekannte Nordosten Griechenlands, die Heimat des Orpheus, überrascht den Besucher mit der größten biologischen Vielfalt Europas. Fast zwei Drittel aller Pflanzen- und Tierarten unseres Kontinents kann man in dieser Region entdecken. Sie präsentiert sich mal typisch mediterran, mal fühlt man sich an einen Steppensee in der Puszta versetzt, mal glaubt man durch den Nordschwarzwald zu wandern, mal wird man an Südskandinavien erinnert.
Die Rhodopen, ein Mittelgebirge, dessen behäbige Bergrücken und einsame Hochflächen an manchen Stellen terrassenförmig in schluchtartige Täler mit tosenden Wasserfällen abstürzen, an anderer Stelle eher sanft in einen Gebirgskessel übergehen oder eine Ebene umfassen, prägen die Landschaft am Nordrand der Ägäis. Der griechische Teil ist heute fast menschenleer.
Im Strimon-Tal, im Nestos-Delta und in der thrakischen Ebene breiten sich Feuchtgebiete unterschiedlichen Charakters aus. Da gibt es Lagunen mit Brackwasser, Strandseen mit vegetationsarmen Ufern, flache Seen mit breiten Röhrichtgürteln und amphibische Lebensräume.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.070,00 €
Einzelzimmer1.160,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Sa., 23. Apr. 2011-Sa., 07. Mai. 2011Reise buchen
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Hartwig Walletschek
Anreise
Bahnanreise bzw. Flüge werden von DR. KOCH REISEN zu günstigen Tarifen vermittelt.
Hinweise
- Eigene An- und Abreise.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Treffen mit dem Reiseleiter in Thessaloniki. Sammeltransfer zu unserem erst Exkursionsgebiet am Kerikini-See.
Quartierort: Villa Beles bei Mandraki (3 Ü).

2.-4. Tag

Kerkini-See

Im Reich von Wasserbüffel, Pelikan, Löffler, Reiher und Sumpfschildkröte
Im Frühjahr dringt ein vielstimmiges Vogel- und Froschkonzert an das Ohr des Besuchers. Es wird u.a. intoniert von Nachtigall, Drosselrohr- und Seidensänger,Weißbartgrasmücke, Blass-Spötter, Kappenammer, Wiedehopf, See- und Laubfrosch. Auf überfluteten Wiesen stochern Braune Sichler und verschiedene Watvögel im Untergrund. Am Fuß des von Eichen- und Buchenwäldern bedeckten Beles-Gebirges (bis 2000 m) säumen bunte Frühlingsblumen den von Kermeseiche und Christusdorn dominierten Buschwald.

Ganztägige Wanderung zum Nordostufer des Kerkini-Sees
Entlang der röhrichtumstandenen Feuchtgebiete am Strimon zum Auwald im Mündungsdelta und am Nordostufer des Sees, von dort durch reich gegliederte Kulturlandschaft am Fuß des Beles-Gebirges zurück nach Mandraki.

Ganztägige Exkursion zur Nordwestecke des Sees
Per Bahn nach Livadia (16 km) - Abholung zum Besuch des Museum für Feuchtgebiete in Kerkini, danach Bootsfahrt zu den Rastplätzen der Pelikane und Brutkolonien der Reiher, Löffler und Kormorane, anschließend Wanderung auf einem Damm entlang dem Nordwestufer des Kerkini-Sees vorbei an Auwaldresten und Seerosenfeldern - per Bahn nach Mandraki.

Transfer nach Dadia nahe der türkischen Grenze (per Bahn und Bus oder per Taxi). 2 Ü in Dadia.

5.-6. Tag

Greifvogelschutzgebiet von Dadia

Im Reich von Adler, Geier und Falke
Die teils sanfte, teils schroffe Berglandschaft (bis 650 m hoch) des Greifvogelschutzgebiets bedeckt ein Mosaik aus Busch-, Weide- und Ackerland, Eichen- und Kiefernwäldern mit Baumheide, Blumenesche, Hopfen- und Orientalischer Hainbuch als Beimischung. Das Gebiet ist reich an Insekten, Reptilien und Amphibien, was neben den Greifvögeln auch Schwarzstorch, verschiedenen Würgerarten und Bienenfressern zugute kommt.

Ganztägige Wanderung im Greifvogelschutzgebiet
Durch lichten Kiefernwald zur Greifvogelbeobachtungsstation, von dort zum Gipfel des Gibrena (450 m) mit herrlichem Blick über das Greifvogelschutzgebiet und durch Bergwiesen, Kiefern- und Eichenwälder mit Blick in ein Schluchttal zurück nach Dadia. Streckenlänge ca. 16 km, Höhenunterschied ca. 350 m.

Per Bus und Bahn nach Stavroupolis unserem nächsten Quartierort (8 Ü).

7.-14. Tag

Zentral-Rodopen, Nestos-Tal

Im Reich von Bär, Wolf und Felsenschwalbe
Die Zentral-Rhodopen prägen klotzige Bergmassive (bis 2000 m hoch) mit kuppigen Hochflächen. Unter dem vielschichtigen Blätterdach der weitläufigen Laub- und Nadelmischwälder lässt es sich trefflich wandern. Die Vielfalt der Eichen-, Ahorn-, Eschen-, Ulmen-, Buchen- und Kiefernarten sorgt zusammen mit Fichte und Tanne für ein abwechslungsreiches Waldbild. Die bunte Blütenpracht der Bergwiesen, Lichtungen und Waldränder erfreut das Auge. Ins Kalkgestein des Lekani-Gebirges hat der Nestos ein stark mäandrierendes Schluchttal gefräst. An den steilen Hängen wachsen Kermeseichen, Steinlinden, wilde Oliven-, Erdbeer-, Judas-, Feigen- und Zürgelbäume. Das Flussufer säumen Schwarz- und Silberpappeln, Silberweiden, Schwarzerlen und Platanen. Es gibt viele Orchideen, Lilien- und Nelkengewächse zu entdecken. Das Siedlungsgebiet der Muslime charakterisieren verschachtelte Terrassenfelder, schüttere Bestände stark beschnittener Eichen, große Ziegenherden und schlanke Minarette.

Halbtägige Wanderung durch die Kulturlandschaft in der Umgebung von Stavroupolis
Über von Buschwald eingerahmte, terrassierte Wiesen mit Orchideen in ein Trockental mit Bienenfresserkolonie, von dort durch die Nestosaue zurück. Streckelänge ca. 9 km.

Ganztägige Wanderung in den Südteil der Nestos-Schlucht
Per Pickup nach Livera (10 km) - von der Gemarkung des verlassenen Bergdorfes (550 m) durch Buschwald hinunter in Schlucht mit Felsenvegetation und Auwald zum Südausgang – per Bahn zurück (25 km. Streckelänge ca. 17 km, Höhenunterschied: ca. 450 m ab- und 100 m aufwärts.

Ganztägige Wanderung durch die Terrassenlandschaft im Siedlungsgebiet der Muslime
Per Linienbus nach Likodromio (14 km) - durch Balkaneichenwald vorbei an mächtigen Esskastanien, Schneitelbäumen und Tabakterrassen zu einem Auslug über das Land der Pomaken (muslimische Minderheit) – zurück auf einem alten Mulipfad, der durch aufgelassenes Kulturland mit dem seltenen Speierling und durch zunehmend verwildernden Eichenwald führt. Streckenlänge ca. 15 km, Höhenunterschied ca. 400 m.

Ganztägige Wanderung zum Wasserfall bei Livaditis
Per Kleinbus nach Livaditis (ca. 25 km) – über die Hochebene (ca. 1250 m) mit aufgelassener Kulturlandschaft zum Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf Nestos-Tal und Zentral-Rodopen, von dort durch zwei üppig bewaldete Schluchttäler und vorbei am großen Wasserfall (31 m hoch) zurück nach Livaditis. Streckenlänge ca. 16 km, Höhenunterschied ca. 450 m.

Ganztägige Wanderung zum Urwaldreservat am Kula
Per Kleinbus nach Erimanthou (ca. 35 km) - durch herrlichen Laub- und Nadelmischwälder zum Urwald im Quellgebiet des Arkoudorema, über eine Bergschulter mit Bergwiesen und pittoresken Felsen zurück nach Erimanthou. Streckenlänge ca. 21 km, Höhenunterschied ca. 300 m.

Besuch der Altstadt von Xanthi
Anreise per Linienbus.

Besuch der Ausgrabungen von Philippi
Anreise per Linienbus.

Mit der Bahn geht es zurück nach Mandraki. Hier 1 Ü.

15. Tag

Rückreise