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kult-cy-001-10-09

Nord-Zypern
Archäologie aus erster Hand

Kultur Zypern: Nikolauskathedrale in Famagusta Zypern, die drittgrößte Mittelmeerinsel, liegt im Schnittpunkt von Europa, Vorderasien und Nordafrika. Die frühesten Spuren der Zivilisation in Zypern stammen aus dem Neolithikum und sind mehr als 10.000 Jahre alt. Eine erste Epoche der Hochblüte erlebte die Insel aufgrund reger Handelskontakte mit dem Nahen Osten, Ägypten und der Ägäisregion schon in der Bronzezeit, Zypern belieferte die mediterrane Welt mit Kupfer und Keramiken. Für das frühe Christentum war die Insel von besonderer Bedeutung: hier missionierten Paulus und Barnabas. Seit prähistorischen Zeiten bis heute führte Zyperns strategisch günstige Lage immer wieder zu machtpolitischen Auseinandersetzungen.
Die Nordküste zählt zu den schönsten Landschaften Zyperns. Archäologische Stätten von der Steinzeit bis zur Antike, malerische Burgen auf steilen Felsen am Meer, venezianische Festungsanlagen, gotische Kathedralen, byzantinische Kirchen und Klöster, nicht zu- letzt der idyllische Hafen von Girne – sie alle halten die Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Insel wach.
Preis pro Person
Doppelzimmer1.590,00 €
EZ-Zuschlag180,00 €
Weitere Reiseinfos
Reiseprogramm als PDF
Termine
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
  • Flüge ab/bis Frankfurt
  • Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Kerosinzuschläge
  • Transfers und sonstige Transporte
  • Reiseleitung
  • Alle Fahrten mit dem Bus
  • Unterkunft im DZ/EZ mit DU/WC
  • Halbpension
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Reiseleitung
n.n.
Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Hinweise
- Eintrittsgelder nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Der Verlauf der Reise kann sich je nach Öffnungszeiten der Museen möglicherweise verschieben.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 70,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

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Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


Kultur Zypern: Bellapais
1. Tag

Anreise

Flug nach Ercan mit Zwischenstopp in der Türkei. 5 Ü in Girne.

2. Tag

Buffavento, Bellapais

Fahrt in das Beşparmakgebirge (Pentadaktylos/ „Fünffinger-Gebirge“). Steil ist der Aufstieg zur mittelalterlichen Burg von Buffavento auf einem Felsrücken mit fast senkrechten Wänden. Zurück zur Klosterruine Bellapais, weiter Blick über das Meer und die Küstenebene bis nach Girne. Die im 13. Jh. vor einer einzigartigen Kulisse von Bergen und Meer errichtete Abtei von Bellapais ist ein Meisterwerk gotischer Baukunst. Das Bergdorf Bellapais wurde in den 50er Jahren durch den englischen Schriftsteller Lawrence Durell berühmt, er sprach von der „atemberaubenden Harmonie des Klosters mit dem kleinen Ort“. Dorfbesuch, Einkehrmöglichkeit.

3. Tag

St. Hilarion, Girne/ Kyrenia

Auf einem hohen Felskegel steht St. Hilarion, die am besten erhaltene Kreuzritterburg im Küstengebirge des Nordens. Als „Schloss der tausend Gemächer“ galt das von den Byzantinern an der Stelle eines Klosters errichtete Kastell – die einstige Pracht der Gemächer und Kirchen lässt sich noch erahnen. Weiter Blick über das Gebirge bis nach Girne. Den Eingang zum malerischen Hafenrund in Girne mit seinen alten Häusern und Tavernen bewacht eine mächtige Burg. Im Schiffswrackmuseum Besichtigung des ältesten erhaltenen Handelschiffs der Welt – es sank vor 2300 Jahren. Von den Zinnen des Kastells aus Blick über die Altstadt mit osmanischer Moschee, Bummeln auf der Hafenpromenade. Bei Zeit und Interesse noch Volks-kundemuseum am Hafen und Ikonenmuseum.

4. Tag

Soli/ Sóloi, Vouní, Güzelyurt/ Mórphou

Fahrt entlang der Küste nach Westen über Lapta und Güzelyurt in die antike Kupferstadt Soli: römisches Theater, frühchristliche Basi-lika mit Tier-Mosaiken. Weiter zu den Palastruinen von Vouní auf einem Hügel über dem Meer. Zurück über Güzelyurt, Besuch des kleinen archäologischen Museums mit einer Statuette der Artemis von Ephesus und (bei genügend Zeit) der Klosterkirche des Hl. Mamas, die auf der Stelle eines Aphrodite-Tempels erbaut ist. Die Ikonostase ist ein Meisterwerk venezianischer Holzschnitzkunst. Der Eremit Mamas wird mit gezähmtem Löwen dargestellt, er ist der Schutzheilige der Tiere.

5. Tag

Lefkoşa/ Nicosia

Fahrt in die geteilte Inselhauptstadt. Rundgang durch die türkische Altstadt Lefkoşa: Venezianische Festungsmauer, Girne-Tor, Sophien-kathedrale/ Selimiye-Moschee, Lapidarium, Bedesten und kleiner Obst- und Gemüse-Basar, Büyük Han, eine renovierte Karawanserei aus dem 16. Jh., Derviş-Paşa-Haus, restauriertes osmanisches Herrenhaus. Grenzübergang.
Besuch des Archäologischen Nationalmuseums mit Fundstücken vom Neolithikum bis zur byzantinischen Epoche im griechischen Teil der Stadt. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören Ton-Modelle bronzezeitlicher Heiligtümer, die archaischen Terrakottafiguren des Heiligtums von Agía Irina und die Aphrodite von Soli.

6. Tag

Vrysi, Tatlısu, Kantára, Kap Andreas

Falls möglich, suchen wir den Fundort von Zwergflusspferden bei Karaoğlanoğlu auf. Fahrt entlang der malerischen Küste nach Osten auf die Karpaz-Halbinsel. Besuch der neolithischen Grabungen von Vrysi: eigenartige vor etwa 6000 Jahren in den Fels gehauene Grubenhäuser, die mit zentralem Stützpfeiler und Kegeldach rekonstruiert wurden. Die Anfänge der Siedlungen von Akanthou/Tatlısu lassen sich noch weitaus früher, in das ausgehende 9. Jahrtausend v. Chr. datieren. Besuch der imposanten fränkischen Burganlage Kantára. Im äußersten Osten ein weiterer neolithischer Fundort am Kap Andreas. Besuch des Andreas-Klosters. 1 Ü bei Dipkarpaz, Karpaz Arch Houses („Dorftourismus“).

7. Tag

Kraltepe, Panagía Theotókou, Enkomi

Besuch der Grabung des spätbronzezeitlichen Fürstensitzes Kraltepe bei Kaleburnu. Weiter entlang der Golden Beach (Bademöglichkeit), in Iskele/Trikomo Besuch der Kirche Panagía Theotókou mit Fresken des 12. Jhs. Besichtigung von Enkomi, das durch den Handel mit Kupfer im östlichen Mittelmeerraum reich wurde. Kupfer-Abbau, -Verarbeitung und -Transport verlangten nach Arbeitsteilung und einem hohen Organi-sationsgrad; so entwickelte sich Enkomi bereits im 2. Jtd. zu einer bedeutenden bronzezeitlichen Stadt. 3 Ü in Famagusta, Hotel am Meer.

8. Tag

Gazi Mağusa/ Famagusta

Im Mittelalter war Famagusta die Handelsmetropole der Insel; die Überreste einstiger Macht und Pracht sind noch immer beein-druckend: venezianischer Festungsring mit 15 Bastionen, Hafenzitadelle mit Othelloturm, gotische Nikolaus-Kathedrale, jetzt Lala Mustafa Paşa Moschee, gotische Ritterordensruinen, griechisch-orthodoxe Kuppelkirchen, die heute allerdings meist einer anderen Nutzung zugeführt sind.

9. Tag

Barnabaskloster, Königsgräber, Salamís

Das Kloster wurde angeblich an der Stelle des Grabes des Hl. Barnabas, Missionar an der Seite des Apostels Paulus und Nationalheiliger Zyperns, errichtet. Reich bestückt ist das Archäologische Museum im Kloster mit Funden vom Neolithikum über die Bronzezeit bis in die fränkische Zeit; in der Kirche zahlreiche Ikonen. Die freigelegten Königsgräber sind Teil der einstigen Nekropole von Salamís. Direkt am Meer liegt die Ausgrabungsstätte des vor mehr als 3000 Jahren gegründeten Stadtkönigtums: römisches Theater, Gymnasium, Bäder, Marktplätze, Basiliken, Tempelreste und ein Forum. Bademöglichkeit, Restaurant am Eingang.

10. Tag

Zur freien Verfügung

Vom Hotel aus kommt man zu Fuß in die Innenstadt; von dort fahren Busse nach Girne oder Levkoşa.

11. Tag

Rückreise

Transfer zum Flughafen nach Ercan, Rückflug.