
Tief ins Land einschneidende Meeresarme, eine zerklüftete Felsenküste mit weiten Sandstränden, waldiges Hügelland, von Flüssen durchzogen, immergrün und immerfeucht mit einer verwirrenden Vegetation aus „nördlichen“ und „südlich-exotischen“ Pflanzen, mildes ozeanisches Klima und Kunst aus allen Epochen machen Galicien zum schönsten Ende des europäischen Kontinents. Noch heute suchen Pilger den Weg zu sich selbst auf den vielen Straßen, die als „Jakobsweg“ nach Santiago de Compostela führen.
Portugiesen und Galicier verbindet das melancholische Lebensgefühl von Weltschmerz und Sehnsucht; Musik und Tanz fehlen auf keinem der traditionellen Feste. Die beiden Sprachen sind eng miteinander verwandt. Und doch ist Portugal, einst die größte Seefahrernation und der reichste Handelsstaat der Welt, aufgrund seiner seit achthundert Jahren verteidigten Unabhängigkeit anders. Einen beschaulichen Eindruck machen die Städtchen, offen und freundlich begegnen die Menschen dem Fremden. Betriebsame Geschäftigkeit herrscht in Porto, dem wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt von Portugals Norden.
Leichte Wanderungen, gute Wege, normale Kondition / Wanderzeit ca. 3-5 St. / Höhenunterschied max. 400m
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
-
Ausgangspunkt für die 13 Tagestouren dieser Kultur & WanderSternreise ist ein Hotel auf der galicischen Seite der breiten Mündungsbucht des Miño, Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal. Das Haus am Ortsrand von A Guarda, am Fuß des Monte Santa Trega, liegt direkt am Sandstrand der Bucht, die sich zum Atlantischen Ozean hin öffnet.
- 1. Tag
-
Anreise
Flug nach Vigo, Transfer zum Hotel in A Guarda.
- 2. Tag
-
Klippenküste von A Guarda
Wanderung vom weiten Sandstrand von Camposancos aus an der breiten Flussmündung und an der malerischen Felsenküste am Fuß des Monte de Santa Tegra entlang. Schöner Blick auf die Meeresfestung Santo Isidro.
- 3. Tag
-
Braga, Citânia de Briteiros, Guimarães, Ponte de Lima
Fahrt durch die sattgrüne Landschaft des Minho nach Braga mit schönen Adelshäusern, Plätzen, Grünanlagen, Brunnen und beeindruckender Kathedrale. Aufstieg zur Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte, von hier aus weiter Blick auf Land und Meer. Weiterfahrt zu den keltiberischen Siedlungsresten von Citânia de Briteiros, deren Fundstücke wir im Museum von Guimarães sehen können. Aufstieg zum romanischen Castelo von Guimarães, im 12. Jh. erste Hauptstadt des Königreichs Portugal; Bummel durch die Altstadt. Ausklang des Tages im Städtchen Ponte de Lima mit seiner römischen Bogenbrücke über den breiten Fluss.
- 4. Tag
-
Naturpark Monte Aloia
Wanderungen auf dem mythenumwobenen, seit 65 Jahren unter Schutz gestellten Berg bei Tui im südlichen Teil der Serra do Galiñeiro. Auf den Gipfeln prähistorische Siedlungsreste mit zyklopischen Stadtmauern. Panoramablick über das weite Tal des Miño auf die Bergketten Nordportugals. Besuch des Naturpark-Informationszentrums mit Botanischem Lehrpfad, der einen Überblick über die charakteristischen Arten der regionalen Wälder vermittelt.
- 5. Tag
-
Santiago de Compostela
Die Altstadt von Santiago steht als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Ziel aller Wallfahrer ist die Kathedrale, hinter der barocken Fassade ein spätromanisches Kunstwerk, der Portico de la Gloria. Das Hostal de los Reyes Católicos mit imposantem Portal, Kirchen und Klöster, Museen und Paläste, Plätze, Brunnen, granitgepflasterte Gassen mit Arkadengängen und unzählige Bars und Tavernen machen die Sehenswürdigkeiten der Stadt aus.
- 6. Tag
-
Viana do Castelo, Barcelos
Fahrt entlang der Costa Verde nach Viana an der Mündung des Rio Lima. Die historische Altstadt ist reich an Bauwerken im portugiesischen Stil der Manuelinik aus dem Zeitalter der Entdeckungen. Auffahrt zur Wallfahrtskirche auf dem Monte Santa Luzia über der Stadt. Weiterfahrt über die zweistöckige Eiffelbrücke. Besuch des farbenprächtigen Donnerstagsmarktes in Barcelos. Neben Töpfersachen werden Erzeugnisse des regionalen Handwerks verkauft: Körbe, Strohhüte, Zugjoche, geschnitzte Möbel, Spitzendecken, Web- und Federteppiche und Drechslerwaren.
- 7. Tag
-
Baiona
Im Hafen von Baiona, in der geschützten Bucht an der Südseite der Ría von Vigo, legte 1493 die „Pinta“ des Kolumbus mit ihrer Kunde von der Entdeckung der Neuen Welt an. Besichtigung des im Hafen schaukelnden kleinen Museumsschiffs. Rundgang durch das Städtchen mit wappengeschmückten alten Pazos und ausdrucksvollen Cruzeiros. Wanderung um die Mauern der alten Festung auf dem Monterreal, einer weit ins Meer ragenden Landzunge mit Sicht auf die vorgelagerten Felseninseln.
- 8. Tag
-
Caminha
Mit der Fähre zum einst stark befestigten portugiesischen Grenzstädtchen Caminha, reizvoll auf der Landzunge zwischen den Flüssen Coura und Minho gelegen. Eindrucksvolle Steinmetzarbeiten zieren die Portale der gotisch-manuelinischen Kollegiatkirche. Den Hauptplatz mit seinem Renaissance-Brunnen schmücken Uhrturm, gotisches Rathaus und alte Paläste. In den Altstadtgassen laden typische kleine Lokale zur Einkehr.
- 9. Tag
-
Monte Santa Tegra
Aufstieg auf den Keltenberg Santa Trega, der bedeutendsten archäologischen Fundstätte der Region. Auf diesem Berg mit Felsenzeichnungen, befestigten Mauern und runden oder ovalen Häuserruinen des keltiberischen castro lässt sich der Entwicklung Galiciens von 2000 v. Chr. bis 300 n. Chr. nachspüren. Von den Gipfeln aus Blick auf Meer und Miño-Mündung und den Fischerhafen von A Guarda am Fuß des Berges.
- 10. Tag
-
Vigo, Halbinsel Morrazo, Pontevedra und Combarro
Besuch des Fischmarkts der Industriestadt Vigo. Fahrt an der malerischen Küste der Halbinsel Morrazo entlang, durch Cangas, Treffpunkt der galicischen Hexen, nach Hío mit seinem berühmten cruceiro (Wegkreuz). Auf dem Wasser der Rías liegen Hunderte von viveros, Zuchtstätten von Muscheln aller Art. Rundgang durch die Altstadt von Pontevedra: arkadengesäumte Gässchen und Plätze, Herrenhäuser und Basilika mit plataresker Fassade; im Provinzmuseum prähistorischer Goldschmuck. Im Fischerdorf Combarro säumen auf Stelzen stehende Kornspeicher und ausdrucksvolle calvarios den Strand. Kleine Bars bieten Gaumenfreuden an: frischen Seefisch, Meeresfrüchte, Wein.
- 11. Tag
-
Valença do Minho, Tui
Die Internationale Brücke über den Miño verbindet seit mehr als 100 Jahren die beiden Grenzstädte am portugiesischen Jakobsweg. Durch mächtige Festungsmauern Aufstieg in den historischen Ortskern von Valença; in den Läden werden Spitzen, handgewebte Stoffe und Decken angeboten. Am galicischen Flussufer krönt die zinnenbewehrte romanisch-gotische Kathedrale mit skulpturengeschmücktem Westportal den Stadtberg von Tui. Rundgang durch die Gassen der Altstadt.
- 12. Tag
-
Oia, Serra de Argallo, Muiños do Folón
Besuch der Kirche des schön gelegenen ehemaligen Zisterzienserklosters von Oia. Auffahrt auf die Serra de Argallo mit herrlichem Blick auf die Klippenküste. Wanderung auf dem malerischen Mühlenpfad do Folón abwärts. Ein ganzes System von nicht weniger als 36 Mühlen, eine mit der anderen verschachtelt, steht entlang von Wasserfällen und an natürlichen Wasserbecken; die älteste wurde 1702 erbaut.
- 13. Tag
-
Porto
Porto, Hafen-, Industrie- und Handelsmetropole des nördlichen Portugal, hat dem Land und einem ganz besonderen Wein seinen Namen gegeben. Terrassenförmig ist die Stadt auf steil zum Douro abfallenden Granitfelsen erbaut. Vom Platz der Freiheit aus Rundgang durch die zum Weltkulturerbe erklärte Altstadt: altes Hafenviertel, Kathedrale, Klerikerturm, Hauptbahnhof. Die Bahnhofshalle ist, wie viele Kirchen, Paläste, Brunnen und Häuserfassaden, mit blauen Keramikkacheln (Azulejos) ausgekleidet. Spektakulär spannt sich der eiserne Bogen einer doppelstöckigen Brücke über den Fluss.Sie verbindet die Ober- und Unterstädte von Porto und Gaia. In Gaias Lagerhäusern reift der Portwein heran; Besichtigung einer Kellerei mit Weinprobe.
- 14. Tag
-
Tal des Couro, Vila Nova de Cerveira, Bergwanderung
Kleine Wanderung im schluchtartigen Tal des Rio Coura mit seiner mittelalterlichen Brücke Vilar de Mouros. Weiter am Minho entlang in das am Fluss liegende, in die Ruinen eines Kastells gebaute Städtchen V.N. de Cerveira. Anschließend Wanderung auf die Gipfel des zum Naturpark erklärten Monte Senhora da Encarnação oberhalb der Stadt mit weitem Blick ins Tal des Minho bis zur Mündung in den Atlantischen Ozean.
- 15. Tag
-
Abreise
Transfer zum Flughafen Vigo, Rückflug.